Die Moderne hält Einzug in Kristiania, dem heutigen Oslo. Die Stadt befindet sich im Aufbruch. Doch der namenlose Ich-Erzähler sieht sich in die Rolle des Zuschauers gedrängt. Unentwegt versucht er, unter schwierigen materiellen Bedingungen als Journalist und Schriftsteller Beachtung zu finden – ohne Erfolg. Dabei ist der junge Mann ein begnadeter Fabulierer, der auf den Straßen Kristianias fremden Leuten Geschichten erzählt.

Ohne soziale Anklage zeichnet Knut Hamsum wie in einem Zerrspiegel das Bild einer Stadt: als pervertierte, fremde Welt, als Labyrinth einer Existenz am Rande der Gesellschaft. Mit Hunger gelang Knut Hamsun 1890 sein literarischer Durchbruch. Nie wurde menschliches Leid so schonungslos und genau beschrieben. Der Roman zählt zu den bedeutendsten Werken der Moderne.

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